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Apotheke Nach einem Schlaganfall ändert sich für die Betroffenen und Angehörigen durch körperliche und geistige Einschränkung vieles und der Alltag wird häufig von der Erkrankung bestimmt. In vielen Fällen ist das Ereignis Schlaganfall auch der Zeitpunkt, von dem an die Betroffenen erstmalig mehrere verschiedene Medikamente als Dauermedikation jeden Tag einnehmen müssen. Hat ein Betroffener weitere chronische Erkrankungen, kommen zu einer eingestellten Therapie weitere Arzneimittel nach einem Schlaganfall hinzu. Die Anwendung von fünf oder mehr Arzneimitteln gleichzeitig wird als Polymedikation, Multimedikation oder Polypharmazie bezeichnet. Die Hauptursache für Polymedikation liegt darin, dass Patienten an mehreren chronischen Erkrankungen leiden, die dauerhaft mit Arzneimitteln behandelt werden müssen. Eine weitere Ursache für Polymedikation liegt in der Selbstmedikation, wenn Patienten rezeptfreie Medikamente in der Apotheke erwerben. Da das Risiko für unerwünschte Arzneimittelereignisse mit der Anzahl der eingenommenen Arzneimittel stark ansteigt, ist es wichtig, dass eine hohe Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) gewährleistet wird. Dies wird in der Apotheke erreicht, dass der Patient über die sichere Anwendung von Arzneimitteln und über die reinen Anwendungs- bzw. Einnahmehinweise hinaus aufgeklärt und beraten wird. Neben der Nutzung von speziellen Arzneimitteldatenbanken, eines vollständigen Medikationsplans und die ständige Weiterbildung des pharmazeutischen Personals ist das persönliche Beratungsgespräch sehr wichtig, damit die individuelle Situation des Patienten in die Medikationsanalyse einfließen kann.